Neu: Der Preisträger des diesjärigen Kompositionswettbewers heisst Zura Dzagnidze.
Neu: Sämtliche Konzerte in Tbilisi werden von Radio Muza aufgenommen; das Konzert vom 17. Oktober wird live gesendet.
"In Steven Spielbergs Science-Fiction-Film 'Close Encounters of the Third Kind' kommt es zur ersten Begegnung mit leibhaftigen, dazu musikalisch begabten Ausserirdischen" - schrieben wir ins Programmheft unseres ersten Festivals im Jahr 2005. Nun treffen die Bewohner dieser so unterschiedlichen musikalischen Planeten erneut zusammen - dass es dabei abermals zu Überraschungen kommt, dafür soll das Programm sorgen, das wir Ihnen hiermit vorstellen möchten.
Fast alle Werke, die in Tbilisi und Telavi zur Aufführung kommen, werden in Georgien zum erstenmal gespielt, darunter auch zwei grosse Kammermusikkompositionen von Giya Kancheli (19.10.), der bei diesem Konzert anwesend sein wird. Die Ausnahme: das Sextett von Mikheil Shughliashvili, ein gewichtiges Meisterwerk, erklang bereits einmal - vor mehr als 30 Jahren.
Als absolute Premiere darf das Programm mit elektroakustischer Musik gelten: die wichtigsten Meilensteine aus deren nunmehr 60jährigen Geschichte werden am 18.10. vorgestellt und kommentiert. In diesen Zusammenhang gehört auch das Eröffnungskonzert mit dem Trio Trafique (17.10.): das vor zwei Jahren gegründete Ensemble führt mit Vorliebe neue Musik in Verbindung mit elektronischen oder visuellen Medien auf. Multimediale Werke verschiedenster Art finden sich indes noch mehr im diesjährigen Programm, etwa von Yannis Kyriakides, interpretiert von einem georgisch-schweizerisch-deutschen Ensemble am 20.10.
Selbstverständlich sind auch eigentliche Welt-Uraufführungen zu hören: Musik von Zviad Butskhrikidze, Nika Machaidze, Reso Kiknadze und Rudiger Meyer/Mauricio Kagel, nicht zuletzt aber auch das Preisträgerwerk des Kompositionswettbewerbs, der dieses Jahr für elektroakustische Musik ausgeschrieben war; ein Wiedersehen wird es mit Rusudan Meipariani, der Preisträgerin von 2005 und ihrer im besten Sinn eigenartigen Musik geben.
Improvisationen sind natürlich immer Weltpremieren - einen besonderen Hinweis verdient hier Lucas Nigglis Trio ZOOM (18.10.), das in Europa bereits als Kultband gefeiert wird, mit seiner Musik, für die das Etikett "Jazz" viel zu harmlos wäre: experimentell und unterhaltsam geht hier zwanglos zusammen.
Zu erwähnen wäre natürlich noch viel mehr, und wir empfehlen Ihnen dieses Programm daher mit gutem Gewissen zur vollständigen Lekture.
All jenen Menschen und Organisationen, die uns bei der Durchführung des Festivals unterstützen, sei hier summarisch gedankt (eine komplette Liste findet sich unter dem entsprechenden link - namentlich erwähnen mochten wir das georgische Kulturministerium, die Schweizer Kulturstifung Pro Helvetia, die Schweizer Botschaft in Tbilisi sowie das Marjanishvili-Theater, das wir neben dem bewährten Kleinen Saal des Konservatoriums als neuen Spielort präsentieren können.
Als wichtigster Mitorganisatorin in Tbilisi möchten wir aber Frau Manana Achmeteli, der Vorsitzenden der Musikalischen Gesellschaft Georgiens, unseren herzlichen Dank aussprechen.
Zur Idee von Close Encounters gehört unabdingbar, dass die Besuche in beide Richtungen abgestattet werden - die 4 Schweizer Konzerte finden diesmal im Februar und März 2008 in Zürich, Winterthur und Uster statt.
In Vorfreude auf ein ereignisreiches Close Encounters 2007 2008
Felix Profos